Bedeutung von Trinken und Essen
für die schulische Leistung

Trinken in Schule und Hort

Esskultur

Brotbox

Essensausschuss

Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten

 

Regelmäßiges Trinken und Mahlzeiten sind wichtig für Kinder im langen Schulalltag. 

 

Leckere Smoothies – die Extra-Portion Obst 

Smoothies aus Obst bieten Flüssigkeit und Vitamine in schmackhafter Form. Mit Milchprodukten und Haferflocken ergänzt, werden sie eine richtige Mahlzeit.

In den Osterferien gab es eine Smoothie-Aktion der eFöB der Askanier-Grundschule.

Hier das erfrischende Rezept:

 

Erdbeer-Limetten-Smoothie

Grundrezept für ca. 10 Kinderportionen

Erdbeeren           500g

Buttermilch        1l

Limetten              1 – 2 Stück gepresst

 

Die Erdbeeren waschen, danach die Blätter abschneiden. Die Früchte klein schneiden. Limetten auspressen. Alles in den Mixer geben. 

Tipp: Wenn es sehr warm ist, kann man auch Eiswürfel untermixen.


Trinken in Schule und Hort

Trinken ist lebenswichtig, denn unser Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser. Kinder brauchen mit rund einem Liter pro Tag recht viel Flüssigkeit – bei heftigem Toben und Sport oder an heißen Sommertagen sogar rund das Doppelte. Fehlt ihnen Flüssigkeit, dann werden sie müde, und können sich schlechter konzentrieren. Im Körper fließt dann das Blut viel langsamer und alle Arbeitsprozesse im Körper laufen verzögert ab. Deshalb ist nicht nur ausreichendes Trinken, sondern auch regelmäßiges Trinken im Schulalltag wichtig, um die Denkleistung optimal zu fördern. 

 

DURST ist das Zeichen für Flüssigkeitsmangel. Am besten Trinken Schülerinnen und Schüler schon, bevor sie erste Anzeichen von Durst spüren. Kalorienfreie Durstlöscher sollten verfügbar sein und die Kinder ans Trinken erinnert werden.

 

Durstlöscher – das sind die besten

Durst löscht man am besten mit 

•    Wasser (Leitungswasser oder Mineralwasser)

•    Kräuter- oder Früchtetee ohne Zucker

•    Leichte Saftschorlen (1 Teil Saft und 3 Teile Wasser)

Übrigens: Leitungswasser, das von den Wasserwerken zur Verfügung gestellt wird, ist ein Lebensmittel (Trinkwasser)! Es wird sehr streng überwacht und ist gut zum Trinken geeignet!

 

Was ist nicht geeignet?

Limonaden, Cola und Fruchtsäfte (pur), Nektare und Eistees enthalten viel Zucker und sind deshalb als Durstlöscher ungeeignet. Zuckersüße Getränke können den Zähnen schaden (Karies) und das Risiko für Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen.

Ungeeignet sind auch alle Getränke, die Koffein enthalten wie Eistees, Energy-Drinks oder
Kaffee-haltige Getränke. Koffein ist ein „Muntermacher“, der bei Kindern das Risiko für hyperaktives Verhalten oder geringere Aufmerksamkeit in der Schule erhöht.

 

Wasser mit Aroma – hausgemacht

Wasser oder Tee lassen sich sehr gut mit kleinen Gemüse- oder Obststücken, einem Spritzer Zitrone oder auch einigen Kräutern (z.B. Minze oder Basilikum) aufpeppen. Schülerinnen und Schüler freuen sich oft über eine solche Überraschung in der Trinkflasche!


Esskultur

Kinder decken den Tisch – mal Standard, mal festlich

Zu unserer Esskultur gehört das Essen mit passendem Besteck am gedeckten Tisch. An einer Lern-Station in der Saph-Fortbildung konnten die Kinder einen Tisch nach eigenen Vorstellungen decken - mal Alltag, mal festlich. Die Vor-Kenntnisse waren sehr unterschiedlich. Wie wird ein Tisch richtig gedeckt? Welche Teller nehmen wir? Die tiefen oder die flachen oder beide? Welches Besteck brauchen wir für welche Gerichte? Gibt es noch Salat oder Suppe? Wo kommt der Löffel für den Nachtisch hin?

Einige Kinder wusste schon richtig gut Bescheid. Besonders flink waren die Hort-Kinder beim Zählen wie viele essen mit und wie viele Teller nehmen wir mit an den Tisch. Wo dann genau das Besteck liegen soll, das guckten sich viele doch noch einer Vorlage ab. Spaß machte auf jeden Fall einen festlichen Tisch zu decken mit Tischdecke, Kerzenleuchtern und Servietten. 

Kinder decken den Tisch

 

Tipps für Eltern: 

Lassen Sie Ihr Kind beim Tischdecken helfen. Benutzen Sie, wenn immer es passt Gabel undMesser. Der Umgang mit dem Messer beim Essen braucht einiges an Übung. Besonders für Rechtshänder ist es Anfang ungewohnt, wenn die Gabel zur linken Hand wandert. Üben Sie mit Ihrem Kind in Ruhe zu Hause und lassen Sie es alleine versuchen. Die Fähigkeiten der Hand mit Messer und Gabel zu üben, übt auch die Handführung für das Schreiben mit einem Füller. 

 


Brotbox

Ein Frühstück zu Hause, eine abwechslungsreiche Brotbox für zwischendurch und ein abwechslungsreiches Schulmittagessen - diese Mahlzeiten füllen die Energiespeicher über den Tag. Was sollte es zum Frühstück oder in der Brotbox geben? Einen Durstlöscher, etwas aus Getreide (z.B. Haferflocken, Brot oder Brötchen), etwas Gemüse und/oder Obst und etwas aus Milch. 

 

Beispiele für Brotboxen

 

 

Tipps von Eltern und Schülern

Daniela H, Mutter: Meine Tochter (9 Jahre, 4. Klasse) hat zur Zeit eine Knäckebrot-Phase. Heute gibt es Roggenknäckebrot mit Frischkäse, Salatblatt, Gurke und Gouda. Wichtig ist eine Verpackung aus Butterbrotpapier, damit das Knäckebrot knackig bleibt und nicht weich wird.

Obst und Rohkost gibt es je nach Saison: Heute Apfel, Mandarine und ein Stück Gurke. Es muss mundgerecht geschnitten sein. Sie liebt es zwar, in einen ganzen Apfel zu beißen, aber die Pausenzeit ist zu kurz. Sie schafft es dann nicht und dann landet der zweimal abgebissene Apfel im Müll.

Sie hat auch immer eine Trinkflasche dabei, meist mit Wasser gefüllt. Im Winter mag sie auch oft Tee, gerne Brennnesseltee-Mischung, Beeren- oder Kräutertee. Sie entscheidet sich dazu morgens spontan.

 

Pepe, Schüler (13 Jahre, 8. Klasse): »Am liebsten nehme ich eine Stulle mit, Käse oder manchmal Salami. Die hält auch bis zur 7. Stunde durch. Aufstriche sind da nicht so gut, die quellen auch an der Seite raus… Aber was Frisches muss immer in die Box, ich mag gern Äpfel und Paprika, auch Gurke oder ein paar Nüsse für zwischendurch. Süßkram geht gar nicht, das hat sich in unserer Klasse schon ziemlich weit verbreitet, is Standard!«


 

Essensausschuss

Wie kann ich als Eltern teil aktiv werden und mich beteiligen? Informieren Sie sich über den Speiseplan am Aushang oder der Website der Schule bzw. des Hortes. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kind, was es gegessen hat und ob es geschmeckt hat. Es ist wichtig, dass Kinder in der Schule mittags essen. Fallen Ihnen dauerhafte Ablehnungen auf, dann sprechen Sie die Betreuer Ihres Kindes an. 

Sie können sich außerdem als gewählte Eltervertreter im Essensausschuss der Schule engagieren. Er ist verantwortlich für die Auswahl eines Caterers und die kontinuierliche Qualitätsbeurteilung des Essens. Nehmen Sie z.B. teil an Testverkostungen! Wie das gehen kann ist in der nachfolgenden Handreichung beschrieben.


 

Handreichung Teil 2 »Qualitätssicherung und -kontrolle des schulischen Mittagessens« (2015)


  

Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten

Wenn ein Kind in den Schulhort geht, wird gefragt, ob eine Lebensmittelallergie oder Unverträglichkeit vorliegt. Wenn ja, hat das Auswirkungen auf die Auswahl der Lebensmittel für das Schulmittagessen. Kann das Kind mitessen, oder braucht es ein individuelles Mittagessen?

 

Bei einer Lebensmittelallergie reagiert das Immunsystem auf normalerweise "harmlose" Lebensmittel, mit einer überschießenden Abwehrreaktion. Der Körper bildet Abwehrstoffe gegen bestimmte, in einem Lebensmittel enthaltenen Stoffe (Allergene). Im Körper werden dadurch verschiedene Abwehrreaktionen ausgelöst. Die Beschwerden reichen von Juckreiz, Magen-Darm- und Kreislaufproblemen über Nesselsucht, Schleimhautschwellungen bis hin zu Asthmabeschwerden. Die 14 wichtigsten Hauptallergen müssen in der EU auf verpackten Lebensmitteln gekennzeichnet sein.

Bei einer Lebensmittel-Unverträglichkeit (Intoleranz) wie einer Laktose-, Fruktose oder Histamin-Unverträglichkeit reagiert der Körper ähnlich, allerdings ohne Beteiligung des Immunsystems. Ein ganz wesentlicher Unterschied zur echten Allergie ist die Dosisabhängigkeit dieser Reaktionen.

Das bedeutet beispielsweise, dass bei einer Nuss-Allergie kleinste Mengen ausreichen, um eine schwere Reaktion des Körpers auszulösen. Bei einer Laktose-Intoleranz werden oft kleine Mengen Laktose wie beispielsweise im Joghurt noch gut vertragen. Es muss also immer ein Gespräch mit der Küche/Essensanbieter geführt werden, um die Schwere der Erkrankung zu erläutern und zu klären, welche Lebensmittel von dem Kind gegessen werden können und welche nicht. Zusätzlich muss abgeklärt werden, wie bei Schulfesten oder anderen Aktivitäten mit Lebensmitteln umgegangen werden soll. Bei gefährlichen Allergien, wie einer Nuss-Allergie, gilt meist ein komplettes Nuss-Verbot in der Nähe des betroffenen Kindes. Allein das Aufreißen einer Erdnuss-Flips-Tüte in der Nähe oder das Basteln mit Walnuss-Schalen kann eine allergische Reaktion auslösen.