Essen und Trinken in der Schule 

Schulessen in Berlin

 

Kinder gehen immer öfter ganztags zur Schule und/oder den Schulhort. Damit gehen viele Aufgaben, die Familien früher übernommen haben, auf die Bildungseinrichtungen über. Auch die Verantwortung für die Verpflegung der Kinder - meist in Form von Getränken und Schulmittagessen als Ergänzung zur Brotdose, die die Eltern mitgeben. Damit Kinder nicht nur vormittags, sondern auch nachmittags noch konzentriert Lernen können, benötigen sie regelmäßige Getränke und ein gesundes Schulessen. Gesunde Mahlzeiten versorgen die Kinder darüber hinaus auch mit allen Nährstoffen, die sie für eine gesunde Entwicklung von Körper und Geist benötigen. 

Zu wenig Gemüse, Obst und Fisch, aber zu viel Fleisch und Fleischwaren, Knabberartikel, Süßes und Süßgetränke fanden Wissenschaftler der EsKiMo-Studie auf den Tellern von Kindern verschiedener Altersstufen. Aus diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen plus Praxiserfahrungen hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) den »DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung« erarbeitet. Damit fällt es den Verantwortlichen in Schulen und Schulhorten leichter, ein Schulmittagessen zusammenzustellen, das alles berücksichtigt, was Kinder brauchen.


 

Schulessen in Berlin

Da beim Schulessen in Berlin in den vergangenen Jahren viele Qualitätsmängel aufgedeckt wurden, machte der Senat diese Empfehlungen verpflichtend, insbesondere die Speiseplanung und die Getränkeversorgung. Berlin ist zusammen mit dem Saarland und Hamburg einer der Vorreiter in der verpflichtenden Umsetzung des DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung.

 

Die Berliner Qualitätsvorgaben gehen jedoch noch über den Qualitätsstandard hinaus mit folgenden Regelungen:

  • Täglich muss zu jedem Essen Rohkost (als Rohgemüse oder Salat) angeboten werden. 

  • Im Speisenangebot dürfen keine Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, künstliche Aromen und Süßstoffe, kein Formfleisch oder Innereien enthalten sein.

  • Gekocht werden sollten möglichst frische Lebensmittel. Wird z.B. Tiefkühlware eingesetzt, dann muss sie mit Frischem ergänzt werden. 

  • Kinder mit Allergien, bzw. krankheitsbedingten Einschränkungen ist nach Attesteinreichung die Teilnahme am Essen durch Bereitstellung einer Diät zu ermöglichen.

  • Es sind religiöse Aspekte, insbesondere bei der Verwendung von Fleisch, angemessen zu berücksichtigen.

  • Eine Essenskommission auf Schulebene, in der auch Eltern tätig sind, und die bundesweit einmalige "Schulkontrollstelle" wachen über die Einhaltung der Qualitätsvereinbarungen mit Caterern und freien Trägern.


 

Die Senatsvorgaben finden Sie hier: Musterunterlagen für die Ausschreibung der Berliner Schulverpflegung Grundschule 2017